Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt die ein oder andere Oma in Deutschland wohl sicherlich ihre Hände über dem Kopf zusammenschlagen wird – Aber ja, wie die Überschrift es bereits vermuten lässt, wohnen wir seit Mitte März tatsächlich ohne einen Mietvertrag in unserer Wohnung. Wir wussten ja bereits von Anfang an, dass unser Vertrag zunächst nur für ein Jahr lang läuft. Was hier im Übrigen nicht gerade untypisch ist. Allerdings hatte die Maklerin anfangs beruhigt, dass der Eigentümer nach einem Jahr nur die Zwischenfirma loswerden möchte, welche den ganzen Wohnungskram für ihn erledigt. Obwohl ich schon seit fast einem viertel Jahr immer wieder genervt habe, ob der Vertrag denn verlängert wird, hat die Bestätigung ganz schön lange auf sich warten lassen. (Mal ehrlich, wer will denn schon kurzfristig mit zwei kleinen Kindern in einem fremden Land umziehen…?) Zwar wissen wir nun schon seit einigen Wochen, dass wir auch weiterhin in der Wohnung bleiben können, doch noch immer nicht zu welchen „Konditionen“. Denn diese möchte der Eigentümer jetzt noch einmal neu verhandeln. Wir erfahren das ehrlich gesagt alles immer nur am Rande, weil sich ja Martins Arbeitgeber um den Mietvertrag kümmert. Doch anscheinend ist der Eigentümer mit einigen Passagen des alten Vertrages unzufrieden. Aber immerhin auch eine gute Möglichkeit für uns, eventuell nun das das sogenannte „Clubhaus“ mit in den Vertrag aufzunehmen. Bisher war dies nämlich leider nicht der Fall. Bei dem meisten Wohnungen hier ist das Clubhaus eigentlich in der Miete enthalten. Allerdings hat der Vermieter damals so argumentiert, dass unsere Wohnung zu hoch sei und wir selbst dafür bezahlen müssen. (Das kostet nämlich ein Vermögen!) „Aber was genau ist denn eigentlich so ein Clubhaus?“ Dies wird sich nun sicherlich der ein oder andere in der Heimat fragen. Wer eine entsprechende Mitgliedschaft hat, darf alle Einrichtungen der Wohnanlage von Schwimmbad, Außenpool im Sommer, Fitnessstudio, Kurse, Badminton, Basketball usw. zu jederzeit „kostenlos“ nutzen. Eigentlich eine schöne Sache, aber wir haben das erste Jahr auch ganz gut ohne überstanden und den Eintritt für das Bad so bezahlt. (Doch dann zahlt man mal eben 20 Euro Eintritt fürs Hallenbad PRO PERSON versteht sich!) Wie auch immer, nach derzeitigem Stand wird es wohl auf eine kostenlose Mitgliedschaft hinauslaufen. Ich bin gespannt. Verdient hätten wir es uns ja eigentlich irgendwie schon nach dem ganzen Ärger mit dem Schimmel im letzten Jahr. Und auch dieses Jahr gab es wieder Grund für Ärger, wenn auch in anderer Form.
Als wir aus Deutschland zurückgekommen sind, mussten wir feststellen, dass unser Internet überhaupt nicht geht. Zunächst dachten wir, dass es mal wieder an der VPN liegt und haben uns nichts dabei gedacht… Jedenfalls hat sich dann herausgestellt, dass Yopark (die verwalten in Shimao die meisten Wohnungen) Pleite gegangen ist und sowohl der Eigentümer als auch die Telefonagentur schon über Wochen kein Geld erhalten haben. Daher wurde uns einfach mal das Internet gekappt. Und das, ohne uns auch nur einmal zu informieren. Aber da in China ja viele Dinge wesentlich schneller und unkomplizierter gehen, konnten wir ziemlich zügig einen neuen Internetvertrag aufsetzen und sind zunächst in Vorkasse gegangen. Denn wer hält es denn heutzutage schon lange ohne Internet aus!? Wann wart ihr das letzte Mal so richtig offline?
Wer Lust hat, kann auch gerne im Archiv stöbern, denn dort habe ich bereits im letzten Jahr einen Beitrag zu unserer Wohnanlage „Shimao Riviera Garden“ geschrieben. Es gibt auch neue-alte Bilder in der Rubrik „Neulich in China“!
Wenn des so weiter geht mit den Abenteuern solltet ihr ohnehin darüber nachdenken, Eure Erlebnisse in einem Sammelband zusammenzufassen, damit der Aufenthalt der Familie erhalten bleibt.📕📌
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Ich arbeite bereits an einer Version zum Ausdrucken… 😀📚
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