Wie ich euch ja gestern bereits berichtet habe, sind wir hier im Reich der Mitte auch schon seit einigen Wochen in Weihnachts-Stimmung. Da wir ja nicht wirklich wussten, was auf uns zukommt, haben wir auch eine große Deko-Kiste aus Deutschland im Container mitgebracht… Allerdings haben wir den größeren und vor allem wertvolleren Teil der Deko zu Hause in Deutschland gelassen, damit im Container nichts kaputt geht. Das stellt für die Damen des Hauses natürlich eine gute Möglichkeit dar, noch mehr Weihnachtsdeko für unsere Wohnung in Shanghai anzuschaffen 😉 Gesagt, getan! Denn in Sachen weihnachtlicher Deko kann Frau sich hier in den Geschäften mindestens genauso gut austoben, wie in Deutschland. Beziehungsweise im Internet 😉 Da wir hier in China ja das volle Kontrastprogramm zu unserem Leben in Deutschland führen, haben wir uns dieses Jahr für einen künstlichen Weihnachtsbaum entschieden. Nun wird sich der ein oder andere sicherlich wundern, aber man kann hier tatsächlich auch echte Weihnachtsbäume zu einem ähnlichen Preis wie in Deutschland erwerben. Und diese können durchaus mit der guten alten Nordmann-Tanne mithalten, wie wir bei unseren griechischen Freunden im Haus gesehen haben.! Wie auch immer, ich habe mich jedenfalls durch zahlreiche DEKORIERTE Bäume bei „Tabao“ gescrollt, mit dem Ziel einen kitschigen chinesischen Baum zu finden. Und ich denke, das ist uns ganz gut gelungen… Aber seht doch selbst 😉 Eigentlich bin ich sogar recht begeistert, seitdem der Baum bei uns in der Wohnung steht… Schon Wahnsinn, was man hier in China für umgerechnet knappe 20 Euro bekommen kann! Dafür gab es nämlich nicht nur den Baum, sondern auch die Kugeln, den Stern, die Schleife, die bling bling Lichterkette, den Stoff und noch einen Zaun (der leider dem Spieltrieb unserer Zwerge nicht lange Stand halten konnte ;-)) Es hätte übrigens auch pinke oder Schlumpf-blaue Bäume gegeben, aber da waren wir dann doch etwas zu klassisch unterwegs 🙂
Mit dem Angebot an Weihnachtskalendern für die Kinder sah es hingegen nicht ganz so gut aus. Daher gab es dieses Jahr das erste Mal selbst-befüllte Weihnachtskalender! Was für ein fataler Fehler 😉 Schon alleine deshalb, weil wir uns für ein Modell zum selber basteln entschieden haben… Denn 24 Tüten mit zwei kleinen Zwergen zu gestalten und zu bekleben ist gar nicht so einfach, wie Mami sich dass eigentlich vorgestellt hat. Daher wurde der Kalender dann auch in einer Last-Minute-Aktion von Mami und Daddy fertiggestellt 😉 Aber das größere „Problem“ stellte eigentlich die Befüllung der insgesamt 48 Tüten / Beutel dar! Denn Schokolade ist hier in China echt teuer. Zumindest, wenn man bekannte Sachen kaufen möchte, welche die Kinder dann auch essen… Ich glaube, ich habe umgerechnet fast über 50 Euro für Kinderschokolade, Milka und Rocher ausgegeben, Der ein oder andere Spielzeug-Kalender ist sicherlich auch ähnlich preisintensiv, aber echt jetzt? Aber immerhin freuen sich die beiden jeden Tag über ihren süßen Start in den Morgen und das ist letzten Endes die Hauptsache. Aber ob es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben wird, muss ich mir noch überlegen 😉 Denn bei Ikea bin ich (leider zu spät) doch noch fündig geworden: Billige Weihnachtskalender mit einfacher Schokolade. Heutzutage gar nicht mehr so einfach zu finden, neben all den Spielzeug-Kalendern. Und letztere haben auch bei uns dieses Jahr für einen ordentlichen Ausraster vom großen Zwerg gesorgt… „Maaaamaaaa, alle anderen Kinder haben Spielzeug in ihren Kalendern! (…)“ Aber zum Glück hatte sich die große Maus recht schnell wieder beruhigt, als ich ihr in Aussicht gestellt habe, dass KEIN KALENDER die andere Option ist…