Ein Trip nach Zhouzhuang

Auch wenn in jedem Reiseführer steht, dass man an Wochenenden und Feiertagen touristische Ausflugsziele meiden sollte, haben wir uns heute dennoch entschieden, einen Trip in eine der bekanntesten Wasserstädte zu wagen: Zhouzhuang. Denn mal ehrlich, wann sollen wir denn China sonst erkunden? Besonders viele Urlaubstage hat Martin ja dank seines chinesischen Arbeitsvertrags nicht und unter der Woche ist auch kaum Zeit. Also haben wir uns vorab einen Fahrer für den ganzen Tag gebucht und uns den Wecker trotz Wochenende auf zeitig gestellt 😉 Der große Zwerg war voller Vorfreude: „Mama, jetzt fahren wir endlich in den Wasserpark“ – Irgendwie hatte sie da was falsch verstanden und ich hatte schon Befürchtungen, dass sie enttäuscht ist, wenn dort keine bunten Wasser-Rutschen auf sie warten. Doch was soll ich sagen – Es war ein wunderbarer Tagesausflug für Groß und Klein.

Da wir ziemlich zeitig in Zhouzhuang angekommen sind, haben sich die Menschenmassen zunächst noch sehr in Grenzen gehalten und wir konnten gut die historischen Gassen, Hauser und Brücken erkunden. Für jeden war etwas dabei: Die Zwerge waren ganz angetan von den vielen Brücken und Booten, welche so nah an uns vorbeigegondelt sind – Mami war ganz hin und weg von den vielen Läden zum Bummeln und Martin konnte sich endlich mal wieder sportlich betätigen, indem der den Kinderwagen Brücke hoch und Brücke runtergetragen hat. Und davon gab es wirklich viele 😉 Nein, mal im Ernst, auch mein Mann war ganz angetan von der historischen Atmosphäre und hatte mal wieder Freude am fotografieren. 20180922_143141

Und zu sehen gab es reichlich. Neben zahlreichen kleinen Restaurants war für uns ein Highlight, den Bewohnern bei der Handarbeit zuzusehen! In mehren Läden wurde Bambus gewebt. Und in einem anderen kleinen Laden konnten wir sehen, wie die gesamt Familie ins Geschäft eingespannt wird: Das Spinnen und Weben von Baumwolle und dann natürlich der Verkauf der produzierten Waren…  Aber schaut doch einfach selbst:

Die Oma und der Opa in dem Laden waren total niedlich und in solchen Momenten kommt dann immer mal wieder Heimweh nach der eigenen Familie auf. Eigentlich dachte ich, dass die hübschen Hemden und Kleidchen sicherlich sehr teuer sind. Aber als wir erfahren haben, dass die kleinen stylischen Westen nicht einmal 5 Euro kosten (ohne zu handeln!!!), mussten wir einfach zuschlagen. Und so wurden meine Männer  gleich beide mit zwei neuen Oberteilen aus Baumwolle ausgestattet. Überhaupt waren die meisten Sachen unserer Meinung nach ziemlich günstig und es war ebenfalls angenehm, dass viele Dinge schon einen festen (echt billigen!) Preis hatten… Auch für die große Maus ist ein weiteres chinesisches Kleidchen herausgesprungen, welches ich im Stoffmarkt nicht für den Preis erhandelt hätte 😉 Nur die handbemalten Ballerinas (man konnte direkt beim Malen zusehen) waren leider mit umgerechnet 100 Euro zu teuer für mich. Und da ich mir nicht ganz sicher war, wie sie nach einem Regentag in Shanghai aussehen, habe ich mich recht schnell von dem Gedanken verabschiedet und mir zum Trost das erste Bild für unsere Wohnung gegönnt 😉 Ein buntes, gesticktes Stoffbild mit asiatischem Motiv. Eigentlich dürfen wir ja keine Bilder an den Wänden befestigen… Aber da ja in der gesamten Wohnung die teure Tapete zwecks Schimmel entfernt wurde und nun alles weiß verputzt ist, benötigen die Wände einfach etwas Farbe 😉

Nach einem ausgiebigen Bummel stand natürlich auch noch eine Bootsfahrt in einer Gondel auf dem Programm. Auch mit kleinen Kindern sehr zu empfehlen, da die Zeit nicht zu kurz und nicht zu lang ist…

Gestärkt haben wir uns mit Dumplings. Aber wir ihr seht hätte es sogar auch Bier aus der Heimat gegeben 😉

Wieder zu Hause angekommen, mussten meine kleinen und großen Chinesen erst einmal eine Modenschau mit den vielen neuen Sachen machen… Was mein ihr? Sieht doch süß aus 😉

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