Soo, die Tränchen sind getrocknet und unser Papa wurde gerade von uns allen zwecks seiner ersten Dienstreise verabschiedet… Nun müssen sich die Mädels und der kleine Mann eine Woche lang alleine in Shanghai behaupten. Ich bin gespannt, aber eigentlich guter Dinge, weil ich mich hier im Großen und Ganzen sicher fühle. Wenn man es genau nimmt, sogar sicherer als alleine im riesigen Einfamilienhaus in Deutschland. Ich werde euch diese Woche darüber auf dem Laufenden halten und euch nun von unserer langersehnten Luftfracht berichten…
Am Freitag war es endlich soweit – Martin hat extra den ganzen Tag von zu Hause aus gearbeitet, weil unsere Luftfracht zur Mittagszeit ankommen sollte. Und so war es dann auch. Fast eine halbe Stunde zu früh standen die Jungs hier bei uns vor der Tür und haben schon auf uns gewartet. Wir haben uns nämlich noch fix mit lecker Sushi im Restaurant um die Ecke gestärkt… Das Ausladen hat dann eigentlich nicht viel länger als eine viertel Stunde gedauert und nachdem die Kisten gezählt und das Protokoll unterschrieben war, ging es eigentlich auch schon ans Auspacken. Sagen wir mal so, das Einpacken hat damals wesentlich länger gedauert… Unsere beiden Zwerge haben fleißig geholfen und die Spielzeugkisten eigentlich fast ganz alleine ausgepackt. Das Elsa-Kleid wurde natürlich sofort anprobiert und jedes Spielzeug kurz ausprobiert…. Da fällt einem doch gleich mal auf, was man so gar nicht vermisst hat: Lautes Kinderspielzeug und Spielzeug-Chaos im Wohnzimmer 😉 Unser kleiner Mann ist gleich in seiner Trip-Trap-Stuhl geklettert und hat sich riesig darüber gefreut. Die Ikea Notlösung kann nun in die Kammer gestellt werden, bis wir Besuch aus Deutschland mit anderen Kleinkindern bekommen 😉 Mir fallen da ganz spontan ein paar Familys ein, die hier sehr gerne willkommen sind 😉
Neben den Spielsachen waren hauptsächlich Sommerbekleidung, Schuhe, Bettwäsche und Handtücher in der Luftfracht. Und natürlich noch ein neuer Vorrat an Kaffee – In unserem Haushalt ist das auch sehr wichtig, wie die meisten von euch ja sicherlich wissen… Eigentlich hatte ich die Befürchtung, dass das Auspacken emotionaler wird und ein Anflug von Heimweh aufkommt, aber zum Glück haben wir uns einfach nur über die Sachen gefreut. Unsere Koffer waren zwar recht gut gepackt, aber es ist dennoch schön, nun in Sachen Kleidung etwas mehr variieren zu können. Zumindest die Frauen unter euch können das sicherlich gut nachvollziehen 😉 Martin hat es eher weniger gestört, andauernd dieselben Sachen und Schuhe zu tragen… Nun kann ich mir mit dem Wäsche – Waschen übrigens auch ein bisschen mehr Zeit lassen, weil wir mehr Handtücher und Bettwäsche haben… Nur die WM-Shirts für die Kids vermissen wir noch und nun werden wir zur WM ohne auskommen müssen. (Also zumindest ohne originale Fan-Artikel aus Deutschland – Trikots gibt es hier überall im Fake-Markt 😉 )
Aber damals konnten wir ja beim Packen auch nicht wissen, dass das Timing mit dem Container so ungünstig ist und wir sooooo lange auf die meisten Sachen warten müssen.
Wie auch immer, es fehlt uns dennoch eigentlich nicht wirklich etwas und die Große hat es sich im Gästezimmer bequem gemacht, bis endlich das Doppelstockbett mit dem Schiff ankommt… Diese Woche darf sie natürlich mit bei Mami inklusive Fluss-Blick schlafen. Jetzt ist eine Woche lang Mädels-Abend angesagt, weil der Papa ja in Deutschland ist 😉