Unser erster Tag in Shanghai

Unseren ersten Tag in Shanghai haben wir erfolgreich gemeistert, obwohl er aufregender war als erwartet… Nach einem entspannten ersten Morgen bei einem Kaffee mit Ausblick haben wir zunächst die behördliche Anmeldung erledigt und uns danach mit einem leckeren Essen beim Thailänder in der Super-Brand-Mall belohnt. (Ein Einkaufszentrum ähnlich wie die Goethegalerie, nur              mindestens 10x größer) Auf dem Heimweg hat Martin dann bemerkt, dass unsere Wohnungsschlüssel fehlen. Da er noch keinen Schlüsselanhänger hat, waren die Schlüssen lose in seiner Hosentasche und er hat sie unterwegs verloren… Also haben wir unseren Fahrer angerufen und uns wieder zurückfahren lassen, um uns im Kaufhaus auf die Suche zu begeben. Das war ehrlich gesagt fast schon filmreif, als ich die chinesische Eisverkäuferin gefühlt 20Mal nach dem „Key“ (engl. = Schlüssel) gefragt habe und sie mir immer wieder Tee verkaufen wollte. Der Dialog hat sich ungefähr so angehört: „Key“ „Tea“ „Key“ „Tea?“ „Key“ „green Tea?“ „KKKey“ „black tea“, und so weiter 😉 Am Ende habe ich dann lost in translation aufgegeben und mich zum Thailänder begeben, wo wir dann zumindest einen der beiden Schlüssel wiedergefunden haben.

Zur Strafe bekommt Martin jetzt von mir einen mega-kitschigen chinesischen Schlüsselanhänger, der so groß ist, dass er nicht mehr in seine Hosentaschen passt 😉

Leider haben wir es dadurch nicht mehr geschafft, den Tag für weitere erste Einkäufe zu nutzten. Denn es fehlen noch einige Dinge auf unserer Haushaltsliste, auf die wir leider keine acht Wochen warten können wie Staubsauger, Bügeleisen und Wasserkocher.

In unserer Wohnung haben wir es uns schon gemütlich gemacht und inzwischen sind auch alle Koffer ausgepackt. Die Tischdecke aus dem dänischen Bettenlager macht es auch gleich viel wohnlicher 😉 Auch wenn der Herr des Hauses nicht sonderlich begeistert war, derartige Deko-Artikel im Koffer mitzunehmen. Übrigens können wir die Vakuum-Beutel zum Reisen wirklich empfehlen. Das war super für dickere Sachen wie Strickjacken, Kissen uns Bademäntel! Und ein erstes Bild von unserer großen Maus hängt gemalt auf Ikea-verpackung hängt auch schon. 

Den gestrigen Abend haben wir dann bei einem Abendessen in unserem neuen Wohngebiet ausklingen lassen. Der große Zwerg durfte aussuchen, in welches Restaurant es geht. Natürlich hat sie sich für das mit den blinkenden Lichtern und Fischen entschieden. Als wir dann im Restaurant festgestellt haben, dass es wirklich ein sehr lokales Restaurant ist und es auch keine Bilder oder englische Übersetzung in der Menükarte gibt, haben wir entschieden, das jetzt knallhart durchzuziehen. Bereits beim Betreten haben uns alle Chinesen angesehen und sich sicherlich gefragt, ob wir uns in der Tür geirrt haben. Zum Glück war das Restaurant gut besucht, sodass wir auf Gerichte der Nachbartische zeigen konnten. Da es ein traditionelles Krabbenrestaurant war, gab es natürlich auch jede Menge Krabben. Weil das natürlich eine recht matschige Angelegenheit ist, bekommt man immer die volle Montur mit Plastik-Handschuhen und Schürze… Aber die Schweinerei lohnt sich: mega-lecker! Andere hätten in dem Restaurant sicherlich den ersten Kulturschock erlitten, aber zum Glück haben wir den ja schon hinter uns 😉

 


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